Die zenjährige Mutter Ebony und der fünfzehnjährige Vater Imba haben am 10. Juli 2022 um 23:55 Uhr Nachwuchs bekommen! Der kräftige und neugierige Bulle heisst Toka und erfreut sich bester Gesundheit. Noch in der selben Nacht stand das kleine Okapi bereits auf seinen stämmigen und zittrigen Beinchen und suchte nach der Milchquelle, um seinen gesunden Appetit zu stillen.

Die Waldgiraffen im Zoo Basel

Der aufgeweckte Toka ist erst das fünfte Kalb der seltenen Okapis, das in über 20 Jahren im Zoo Basel aufgezogen wird. Für seine Mutter Ebony ist Toka erst die zweite erfolgreiche Geburt in 10 Jahren. Das erste Junge der Okapi-Kuh kam 2017 leider zu früh und tot zur Welt, 2019 brachte sie Quenco zur Welt. Die Besucher*innen können die Okapis im Antilopenhaus besuchen, doch es braucht etwas Geduld. Toka schläft noch viel und versteckt sich im Stroh. Derzeit bleibt das Haus am Vormittag vorerst geschlossen und ist nur am Nachmittag geöffnet.

Was ist das Besondere an Okapi-Jungen?

Die Jungtiere der Waldgiraffen sind sogennante "Ablieger". Um in der Natur die Chance zu verringern, dass sie von Feinden gefunden werden, liegen sie in den ersten Wochen nach der Geburt fern der Mutter und stehen nur auf, wenn sie zum Trinken aufgefordert werden. Ausserdem haben kleine Okapis im Gegensatz zu den ausgewachsenen Tieren noch fast keinen Eigengeruch, was sie so besser vor Gefahren schützt. Speziell für Waldgiraffen-Nachwuchs ist auch das wunderschöne Strahlenmuster um die Augen, welches mit zunehmendem Alter verschwindet. Der kleine weisse Punkt auf den schwarz-weissen Vorderbeinen wird hingegen mit dem Alter immer grösser.

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