Im 19. Jahrhundert war er völlig ausgerottet, seit den 1950er Jahren wird er wieder ausgesetzt und heute erfreut sich der Biber in der Schweiz immer besserer Lebensbedingungen. Renaturalisierte Uferzonen und Gewässerschutz tragen dazu bei, dass die Population von rund 350 im Jahre 1993 heute auf geschätzte 2000 Exemplare angewachsen ist.

Sechs Biber aus Norwegen

Alles begann im Jahr 1968 als Anton Trösch, ein Gründungsmitglied des WWF Bodensee / Thurgau sechs Biber aus Norwegen in die Schweiz holte. In Absprache mit Kanton und Bund wurden diese nach einer anfänglichen Quarantäne am Hüttwilersee ausgewildert. Die Biber breiteten sich erfolgreich über die wichtigsten Flüsse der Ostschweiz aus und erschliessen sich heute selbstständig ihren Lebensraum. 

In Oberbüren und in Pfyn

Auf dem vier Kilometer langen Biberlehrpfad zwischen Ober- und Niederbüren lernen die Besucher auf zehn Informationstafeln den Lebensraum und die Verhaltensweisen der scheuen Nager kennen. Dieser Pfad, der sowohl zu Fuss als auch mit dem Velo absolviert werden kann, ist interaktiv gestaltet, das spricht vor allem auch Kinder und Jugendliche an. Weiter unten an der Thur, in den Thurauen bei Pfyn, verfolgt ein weiterer Biberpfad die gleichen pädagogischen Ziele.

Zwischen Tössegg und Rüdlingen

Da die Biber vorwiegend nachtaktiv sind, werden die Besucher der Lehrpfade wohl kaum einen Nager zu Gesicht bekommen, sondern nur seine Nage-Spuren entdecken. Die Strategie auf dem WWF-Biberpfad am Rhein im Zürcher Unterland lautet deshalb: mit interaktiven Elementen und Quizfragen den Weg vor allem für die jüngere Besucherschaft spannend zu machen. Und nach dem vier Kilometer langen Weg zwischen Tössegg und Rüdlingen locken verschiedene Restaurants zum Verweilen. Auf der Speisekarte: frische, lokal gefischte Fische.

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